Barrierefreiheits-Funktionen

Die Einreichungszeit wurde bis zum verlängert!

Auswahlkriterien für den Sozialpreis innovatio

Zielstellung

Innovation wird oftmals einseitig als technische Innovation verstanden. Soziale Innovationen gehen insofern über diese Eng­führung hinaus, als dass sie vom Ergebnis her denken: Sie bringen nach­haltige Lösungen für die großen Heraus­forderungen unserer Gesell­schaft – manchmal nutzen sie dafür neue Techno­logien, manch­mal setzen sie an sozialen Praktiken, Organisations­modellen oder technologie­unabhängigen Lösungen an.1 Die ökologischen und sozialen Heraus­forderungen unserer Welt sind groß und erfordern ganz­heitliche Ansätze. Wir benötigen daher soziale Innovationen, die sich für die sozial-ökologische Trans­formation sowie für ein fried­liches Zusammen­leben einsetzen. An dieser Stelle setzt der Sozial­preis innovatio an. Er will diejenigen unterstützen und sichtbar machen, die die ökonomischen, sozialen und öko­logischen Grund­bedingungen der Menschen verbessern sowie die gesell­schaftliche Teil­habe fördern.

Illustration: acht abstrakte Figuren an einer Bushaltestelle. Zwei sitzen, zwei halten sich an den Händen, zwei tragen was, zwei warten stehend.

Der Sozialpreis innovatio zeichnet Ideen, Praktiken, Organisations­modelle und Projekte aus, die neben den definierten Grund­anforderungen für soziale Projekte konfessioneller Träger auch einen besonders hohen Innovations­grad im Hin­blick auf eine gerechte und nach­haltige Entwicklung der Gesell­schaft haben. Dafür werden in jedem Zyklus zwei gesell­schaftliche Heraus­forderungen im Besonderen in den Blick genommen. Im Jahr 2024 wird der innovatio soziale Innovationen auszeichnen, die sich für sozial gerechten Klima­schutz sowie Frieden und Ver­söhnung einsetzen.

Hin­weis zur Arbeit mit den Kriterien:

Die hier auf­geführten Kriterien dienen der Vor- sowie der Haupt­jury als Grund­lage für ihre Arbeit. Sie bestimmen die Fragen, die den ein­gereichten Projekten im Rahmen des Auswahl­prozesses gestellt wird.

Die Grund­anforderungs­kriterien sind dabei Voraus­setzung für die Berück­sichtigung der Ein­reichungen für die Preis­verleihung.

Ein­gereichte Projekte müssen jedoch explizit nicht alle unter 2. auf­geführten Innovations­kriterien erfüllen.

1. Grund­anforderungs­kriterien

An die ein­gereichten Projekte für den Sozial­preis werden folgende Grund­anforderungen gestellt:

  1. Projekt­ziele
    Die Soziale Innovation muss im Jahr 2024 den sozial gerechten Klima­schutz und/ oder ein friedliches Zusammen­leben fördern.
    Es muss sich in seiner Wirkung auf konkret Hilfe­bedürftige konzentrieren und deren öko­nomische, soziale und öko­logische Teilhabe­möglich­keiten verbessern.
  2. Kirchlicher Bezug
    Der kirchliche Bezug des Projektes muss formal und inhaltlich deutlich sein:
    • Der Projekt­träger muss Mitglied der ACK (Arbeitsgemeinschaft der Christlichen Kirchen) sein.
    • Bei einem selb­ständigen gemein­nützigen Verein muss der kirchliche Bezug deutlich erkennbar sein.
    • Die Projekt­konzeptionen müssen erkennbar den Leit­bildern des Deutschen Caritas­verbandes oder der Diakonie Deutschland entsprechen.
    • Bei den Projekt­einrichtungen sind Projekte, die auf einer ökumenischen Zusammen­arbeit beruhen, besonders will­kommen.
  3. Projekt­zeitraum
    Zum Zeit­punkt der Preis­ausschreibung sollte die Umsetzung des Projekts bereits begonnen haben und die Umsetzung sollte nicht lange in der Vergangen­heit liegen.
Illustration: acht abstrakte Figuren bei einem Umzug. Zwei der Figuren helfen von ihren Rollstühlen aus.

2. Innovations­kriterien

Der Grad der Innovation steht im Fokus der Bewertung, wenn es darum geht, das innovativste Sozial­projekt, das sich eines drängenden Problems annimmt und zukunfts­weisende Handlungs­perspektiven eröffnet, aus­zuzeichnen.

Innovation (Erneuerung, Erfindung, Entdeckung) kann dabei Folgendes bedeuten:

  1. Neue, aktuelle Problem­stellung
    aktuelles Aufgreifen des Themas und Umsetzung in praktisches Handeln (Was wird gemacht?)
  2. Innovative Lösung
    Individualität, Flexibilität in Zeit und Raum, projekt­übergreifende Kooperationen, neue Versorgungs­formen z. B. integrierte Versorgung, neues Vorgehen, Hilfe zur Selbst­hilfe (wie wird es gemacht?)
  3. Neue Verknüpfungen verschiedener An­liegen
    Im Sinne der Nach­haltigkeit können öko­nomische, soziale und öko­logische Anliegen miteinander verbunden werden. Auch technische Inno­vationen können dabei eine Rolle spielen.
  4. Ressourcen
    nach­haltige Finanzierungs­quellen, -modelle, nachhaltige Finanzierung, Kosten­management, Personal­ressourcen, ökologische Ressourcen
  5. Öffentlichkeits­arbeit und Marketing
    transparente Kommunikation, offener Umgang mit Arbeits­ergebnissen (ggf. Veröffentlichung unter offenen Lizenzen)
  6. Organisation
    neue Strukturen und Prozesse, Anwendung neuer Methoden, Instrumente und Tools bei der Organisations­entwicklung, neue Partner­schaften, Träger­mix
  7. Wirkungs­orientierung
    Evaluation und Prozesse der kontinuierlichen Verbesserung, Darlegung dessen, was sich nach­weislich bzw. messbar für die Ziel­gruppe verändert hat (erste Wahr­nehmungen, Analyse­ergebnisse, Zwischen­berichte, Reportings oder Evaluation)
Illustration: sieben abstrakte Figuren. Eine richtet eine Solaranlage aus, die einen Suppentopf mit Strom versorgt. Hinter dem Topf stehen zwei Figuren an einem Tisch mit Brot. Die anderen pflanzen zusammen ein Bäumchen. Eine bringt einen Eimer, die andere gießt. Eine steht mit einem Spaten daneben und die vierte schiebt eine Schubkarre mit weiteren Bäumchen.

Fußnoten